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    ver.di stellt Fragen an die BundestagskandidatInnen

    ver.di stellt Fragen an die BundestagskandidatInnen

    Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidat_innen; Bezirk Düsseldorf ver.di Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidat_innen

    Eine sehr lebhafte Diskussion  entwickelte sich in der fast zweieinhalbstündigen Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidat_innen im Haus Gantenberg am 8. Juni.

    • Sylvia Pantel CDU,
    • Sebastian Rehne FDP,
    • Udo Bonn Die Linke,
    • Uwe Warnecke Die Grünen und
    • Philipp Tacer SPD,

    wurden zu ihren (Partei-)Positionen insbesondere zum Gesundheitsbereich und zur Rente befragt.

    Der Skandal der personellen Unterbesetzung insbesondere beim Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Altenheimen sowie der Skandal, dass Ausbildungen ohne Ausbildungsvergütungen erfolgen, spielten eine große Rolle.  Die Position der FDP, für mehr Wettbewerb im Gesundheitsbereich, insbesondere bei den Krankenkassen sorgen zu wollen, wurde in der Diskussion mit den 80 Kolleg_innen aus dem Senioren- und Jugendbereich, dem Erwerbslosenausschuss sowie aus verschiedenen Fachbereichsvorständen deutlich zurück gewiesen.

    Besonders provokant wirkte die FDP-Position, nichts gegen den Sinkflug des Rentenniveaus unternehmen zu wollen, sondern stattdessen die Bürger aufzurufen, mehr für die private Altersvorsorge zu tun. Kolleg_innen wiesen in der Diskussion darauf hin, dass die Absenkung des Rentenniveaus angesichts der lebenslangen Leistung und angesichts des Reichtums, der in der gesamten Wirtschaft von den Beschäftigten erarbeitet wird, ungerecht und unfair ist, zumal die allermeisten Menschen keine Mittel hätten, private Vorsorge zu treffen, die im Übrigen wegen der immer unsicheren Entwicklung an den Kapitalmärkten hochgradig riskant ist. Die Empfehlung des FDP-Kandidaten Rehne, doch in Aktien zu investieren, wurde mit vielfachen Unmutsäußerungen quittiert.

    In der Abschlussrunde äußerten sich die Kandidat_innen auf Nachfrage zu ihrem Abstimmungsverhalten zu CETA, wenn dieses Handelsabkommen im Bundestag zur Abstimmung gestellt wird. Sebastian Rehne von der FDP wird zustimmen, Udo Bonn von den Linken und Uwe Warnecke von den Grünen werden es ablehnen. Sylvia Pantel von der CDU sowie  Philipp Tacer von der SPD wollen den CETA-Gesetzentwurf, wenn er in den Bundestag eingebracht wird, genau prüfen und dann entscheiden, wie sie sich dazu verhalten.

    Bemerkenswert ist noch, dass Frau Pantel  die FDP als Lieblingskoalitionspartner genannt hat, aber ansonsten Koalitionsfragen in der Debatte keine Rolle spielten.
    Am 24. September ist Bundestagswahl. Wichtig ist, dass wir alle wählen gehen, dass wir in unseren Kreisen alle
    aufrufen,  wählen zu gehen und eine demokratische, nichtrassistische bzw. fremdenfeindliche Partei wählen,
    die Arbeitnehmer_innen-Interessen im Parlament und möglichst in der Regierung vertritt. 

    Uwe Foullong, stv. Geschäftsführer