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    ver.di klagt gegen Ladenöffnungen

    ver.di klagt gegen Ladenöffnungen

    Die Gewerkschaft ver.di beklagt zwei, vom Rat der Stadt Ratingen beschlossene, verkaufsoffene Sonntage.

    „Weiterhin freuen können sich die Bürgerinnen und Bürger auf den Weinmarkt am 18. und Fischmarkt am 25. Juni", sagt Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di Be-zirks Düsseldorf. Allerdings sollen die Geschäfte geschlos-sen bleiben. Die Gewerkschaft ver.di hat beim Verwaltungsgericht Eilverfahren gegen die Sonntagsöffnungen eingereicht.

    Die Gewerkschafterin erklärt, dass der verfassungsrechtliche Schutz des arbeitsfreien Sonntags verlangt, dass Geschäfte am Sonntag nur dann geöffnet sein dürfen, wenn nicht das Einkaufen und die Arbeit in den Geschäften im Vordergrund steht, sondern Feste, Märkte und andere Veranstaltungen, wie sie traditionell auch an Sonntagen stattfinden. Darüber muss sich der Rat durch eine Prognose vergewissern.

    Diesen Anforderungen werden die Ladenöffnungen anlässlich des Weinmarktes in Lintorf und des Fischmarktes in der Innenstadt in Ratingen nicht gerecht. Denn der Rat der Stadt Ratingen hat hier die Schätzungen der Veranstalter ungeprüft zugrunde gelegt und ver.di im Vorfeld auch gänz-lich widersprüchliche Zahlen mitgeteilt. Da auch sonst nicht erkennbar ist, dass die Ladenöffnung zulässig ist, hat ver.di die entsprechenden Eilanträge gestellt.

    Zuletzt hatte ver.di am 31.5. durch das Verwaltungsgericht Düsseldorf einen verkaufsoffenen Sonntag in Düsseldorf untersagen lassen. Das war die dritte Sonntagsöffnung in Düsseldorf, die gerichtlich verboten wurde.

    „Lasst den Sonntag in Ruhe! Der arbeitsfreie Sonntag ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis gewerk-schaftlicher Kämpfe – deshalb geben wir ihn auch nicht wieder her", erklärte ver.di Geschäftsführerin Stephanie Peifer.