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    British Airways: Mitarbeiterprotest gegen geplante Auslagerung

    British Airways: Mitarbeiterprotest gegen geplante Auslagerung

    Düsseldorf, den 17. Oktober 2016

    British Airways: Mitarbeiterprotest gegen geplante Auslagerung

    Das Luftfahrtunternehmen British Airways befindet sich auf einem radikalen Sparkurs. Die neuesten Pläne sehen vor, die komplette Passagierabfertigung an den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg an preiswerte Handlinggesellschaften zu vergeben. Davon werden 140 Arbeitsplätze betroffen sein. Damit reduziert sich die Belegschaft um knapp zwei Drittel. Derzeit beschäftigt British Airways Deutschland 216 MitarbeiterInnen. Ende 2017 werden es nur noch zirka 30 Beschäftigte sein. 

    Der Sparkurs sieht auch vor, im Dezember die Technik der Fluglinie an Air Berlin auszulagern. Im April dieses Jahres wurde bereits die Passagierabfertigung am Flughafen Stuttgart fremd vergeben.  

    Der zuständige Gewerkschaftssekretär Uwe Schramm: „Laut Geschäftsführung ist das nicht nur eine wirtschaftliche, sondern vor allem eine strategische Entscheidung. Im Unternehmen soll es nur noch Funktionen mit sogenanntem „value adding“, zu deutsch Wertschöpfung geben wie Mangement oder Verkauf. Das heißt für uns, Erfahrung, Loyalität und Identifikation mit British Airways sind nicht mehr gefragt. Die Werte, die Mitarbeiter verkörpern, sind nicht mehr gewünscht. Die Airline verzichtet lieber auf Service und Qualität. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.“ 

    Dagegen wollen sie ihren Unmut kundtun. Am Donnerstag, den 20.Oktober ruft ver.di die Beschäftigten zu einer Protestveranstaltung auf. Sie beginnt um 13.00 Uhr am Frankfurter Flughafen im Terminal 2 vor dem British Airways-Schalter.

    Weitere Informationen: Peter Büddicker, Mobil: +49(0)1702.230 803

    Peter Büddicker