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    Geflüchtete: Herausforderung anpacken – Chancen nutzen

    Aufruf

    Geflüchtete: Herausforderung anpacken – Chancen nutzen

    Flüchtlinge ver.di Flüchtlinge
    • Deutschland ist reich. Europa ist reich. Wir brauchen keine Angst haben vor den Geflüchteten. Wir sagen den Regierungen: „Geld ist genug da. Mobilisiert es für uns alle!"
    • Den rechtskonservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Scharfmachern rufen wir zu:  "Wir dulden keine Hetze, Hass und Ausgrenzung."
    • Allen rufen wir zu: „Wir halten zusammen: Gemeinsam für ein soziales, solidarisches und faires Deutschland und Europa. Refugees welcome."

    Hunderttausende von Krieg, Elend, Verfolgung und Tod bedrohte Menschen flüchten zu uns. Sie werden von einer großen Mehrheit willkommen geheißen. Sie erleben mit den unzähligen, hochengagierten ehrenamtlichen Helfern und beteiligten Berufsgruppen großartige Solidarität. Sie erleben aber auch hier Ablehnung, Bedrohungen und Angriffe von Rechtspopulisten, Rechtsextremisten und Neonazis. Viele Bürger gehen diesen Extremisten auf den Leim, wenn sie skandieren „Das Boot ist voll". Sie gehen Demagogen auf den Leim, die sagen, es ist  zu viel, Grenzen müssen geschlossen, Familiennachzug muss unterbunden werden. So schüren Demagogen  Angst vor Geflüchteten, bauen Hass auf und spalten die Gesellschaft.

    Geflüchtete sind keine Bedrohung …..
    Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, unseres Grundgesetzes, der europäischen Grundrechtecharta und des Völkerrechts, verzweifelten Menschen und Familien in großer Not zu helfen. Die Geflüchteten mussten ihre Heimat wegen bitterer Armut, Verfolgung oder Krieg verlassen. Helfen wir ihnen, ein neues Leben zu beginnen, ein Leben in Sicherheit und mit Perspektive. Dies wird uns auch menschlich, sozial, kulturell und wirtschaftlich reicher machen. Wir sind eine Welt! Ja, das ist eine gewaltige Aufgabe und das kostet Geld.  Viele Politiker sagen aber, wir hätten nicht genug Geld, die Schulden seien zu hoch, wir müssten sparen. Da kommt schnell der Ruf  "Grenzen dicht machen". Das aber ist falsch.

    …. Geld ist genug da
    Die öffentlichen Haushalte haben einen Schuldenberg von 2.200 Milliarden Euro.  Der
    Reichtumsberg dagegen  ist mit ca. 10.000 Milliarden Euro beinahe fünfmal größer als der
    Schuldenberg. Unser Land ist reich! Und unser Land ist gespalten. Denn immer mehr Bürgern geht es trotz positiver Wirtschaftsentwicklung nicht gut. Der Reichtumsberg ist nämlich  extrem ungleich verteilt. Nur 10 Prozent der Bevölkerung ist im Besitz von 66 Prozent des Reichtumsberges. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat so gut wie gar kein Vermögen. Während viele Menschen mit harter Arbeit gerade ihren bescheidenen Wohlstand sichern, viele Menschen trotz harter Arbeit am unteren Limit leben oder arbeitslos sind, mehren die oberen 3 Prozent der Bevölkerung ihren Reichtum regelmäßig.

    Da ist das Geld für die Finanzierung der gewaltigen Aufgabe! Ein Teil dieses Reichtums kann und muss genutzt werden, um

    • die Kosten für die Unterbringung und Integration der Geflüchteten sicher zu stellen,
    • mehr Personal für den erhöhten Arbeitsaufwand in den Verwaltungen einzustellen,
    • zugleich von Arbeitslosigkeit und Armut Betroffene stärker zu unterstützen,
    •  bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen,
    •  Arbeitsplätze  für alle zu schaffen,
    • ausreichende Kita-Plätze für alle zu sichern,
    • Kita und Schulen mit zusätzlichen Erzieher*innen und Lehrer*innen auszustatten
    • das Gesundheitssystem einschl. Altenpflege auszubauen,
    • Strassen, Schienen, Brücken zu sanieren

    Wie geht das ?
    Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer würde  20 Mrd. Euro, eine gerechteErbschafts-
    steuer 6 Mrd Euro und eine angemessene Steuer auf Unternehmensgewinne (25% statt 15%)  immerhin 16,4 Mrd Euro in die öffentlichen Kassen spülen. Das sind mehr als 42 Milliarden Euro jährlich. Ein europaweites Stopfen der Steueroasen für Steuerbetrug und -hinterziehung durch Konzerne und Reiche würde lt. EU- Parlament weitere 190 Mrd Euro (davon 40 Mrd. für Deutschland) bringen. All dies macht die Reichen nicht arm. So können die vielen Geflüchteten menschenwürdig versorgt und integriert werden und zusätzlich die sozialen und ökonomischen Probleme wie zu wenig bezahlbarer Wohnraum, zu wenig
    Arbeitsplätze, zu wenig Kita-Plätze, zuviel Verfall öffentlicher Infrastruktur abgestellt
    werden.

    Europa in die Verantwortung nehmen, Fluchtursachen bekämpfen
    Gleichzeitig ist Europa als solidarische Gemeinschaft gefordert. Alle EU-Länder müssen
    einen Beitrag zur Unterstützung der Geflüchteten leisten. Darüber hinaus müssen die Ursachen der Fluchtbewegungen abgestellt werden, denn Geflüchtete kommen nicht grundlos. Dazu gehört z.B. der Waffenhandel. Wir fordern: Stoppt die Waffenlieferungen in Krisengebiete. Und die Fluchtursachen müssen in den Krisenländern bekämpft werden. Die Länder in Asien und Afrika brauchen endlich eine faire, soldarische und die Eigenentwicklung fördernde Handels- und Entwicklungspolitik der EU und weltweit, damit nicht weiter Millionen kleinbäuerlicher Existenzen zerstört werden.

    Erstunterzeichner:
    Gewerkschaft ver.di - Bezirk Düsseldorf;
    Flüchtlingsinitiative STAY!; Düsseldorf
    attac Düsseldorf;
    Altstadt-Armenküche;
    DGB-Region-Düsseldorf-BergischLand;
    DGB-Kreisverband Mettmann;
    GEW-Düsseldorf;
    NGG Region Düsseldorf Wuppertal;
    EVG Ortsverband Düsseldorf;
    IG Metall Düsseldorf-Neuss;
    IG Bau Bezirksverband Düsseldorf;
    IG BCE Bezirk Düsseldorf;
    GdP Kreisgruppe Düsseldorf;
    Die Linke Düsseldorf;
    NaturFreunde Düsseldorf;
    SoVD NRW;
    Straßenmagazin fiftyfifty;
    Volkssolidarität OG Ratingen;
    Mosaik e.V.;
    ZAKK e.V.;
    Heinrich Heine Salon e.V.;
    Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen Kreis Düsseldorf
    Mittwochsfrühstück der Erwerbslosen und Beschäftigten
    Radio auf 104,2 MegaHartz


    Weitere Unterzeichner
    :

    Organsiationen:
    ver.di-Bezirk Bochum
    ver.di Bezirk Rhein-Wupper
    SJD – Die Falken, KV Düsseldorf
    Rechtsanwaltsbüro Bell & Windirsch, Düsseldorf
    Bündnis UmFairteilen, Dortmund
    ver.di-Bezirk Siegen-Olpe
    NaturFreunde Herford
    Betriebsgruppe DTTS AcDnMgbh,
    ver.di-Bezirk Linker Niederrhein
    ver.di-Bezirk Köln
    ver.di Bezirk Rosenheim „vom ver.di Bezirk Rosenheim als eigene Erklärung am 1.3.2016 übernommen“
    der Bezirksvorstand des ver.di Bezirks Oberpfalz - Alexander Gröbner - (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz)

     

    Personen:
    Stephanie Peifer, ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Düsseldorf
    Stefan Wittstock, Vorsitzender ver.di-Bezirksvorstand Düsseldorf
    Uwe Foullong, stellv. ver.di-Bezirksgeschäftsführer Düsseldorf                                                                                         
    Sigrid Wolf, DGB-Regionsgeschäftsführerin Düsseldorf
    Klaus Schwieca, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Düsseldorf
    Heinrich Birner, München
    Claudia Wörmann-Adam, Betriebsratsvorsitzende Koelnmesse
    Brigitte Hoffmann, Euskirchen
    Dirk Seibel, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Düsseldorf
    Falk Mikosch, Landessprecher VVN-BdA NRW
    Dr. Axel Troost, Mitglied des Bundestages, Leipzig
    Prof. Mechthild Schrooten, Universität Bremen
    Kathy Ziegler, Sprecherin der Selbstständigen im ver.di-Bezirk Köln und NRW
    Stefan Bell
    Regine Windirsch
    Siggy Britschgi
    Steffi Dach
    Wiebke Haferkamp
    Christa Albers
    Ingo Schade
    Willi Oberländer, Leverkusen
    Sascha Samadi, Ratingen
    Wiebke Samadi
    Helmut Born, Düsseldorf
    Martin Hinzpeter, Düsseldorf
    Miriam Wolf, Gewerkschaftssekretärin, Herford
    Sibel Tekin, Gewerkschaftssekretärin, Düsseldorf
    Sina Alya Wunderlich, Gewerkschaftssekretärin, Köln
    Sandra Langenbach
    Ilona Windheuser, Oberhausen
    Br
    igitte Hoffmann, Euskirchen
    Uwe Reepen, Düsseldorf
    Hannelore Morgenstern-Przygoda, Köln
    Theodor Wahl-Aust, Mitglied des Vorstands der GEW Düsseldorf
    Dr. Axel Troost, MdB, Leipzig
    Karin Doberenz, Bonn
    Achim Schlömer, Vorsitzender des ver.di-Bezirksfachbeiches Gemeinden Köln
    Jörg Dicken, ver.di-Mitglied, Vorsitzender des Gesamtpersonalrates der Stadt Köln
    Dieter Hörig, Bergisch Gladbach
    Heike Towae, Köln
    Elke Wackernagel, Düsseldorf
    Kathy Ziegler, Sprecherin der Selbstständigen im ver.di-Bezirk Köln und NRW
    Uwe Funke (Kreisvorstand VVN-BdA/Düsseldorf)
    Jürgen Schuh (Kreissprecher VVN-BdA/Düsseldorf)
    Helmut Neunzig, Ratingen
    Beate Ebbing, Essen
    Martin Wolff, Gewerkschaftssekretär, Düsseldorf,
    Gabi Evers
    Manfred Evers
    Gabriella Lorusso, Düsseldorf
    Karin Doberenz, Bonn
    Achim Schlömer, Vorsitzender des ver.di-Bezirksfachbereiches Gemeinden Köln
    Dieter Hörig, Bergisch Gladbach
    Bernhard Ensel, Köln
    Heike Towae, Köln
    Jörg Dicken, verdi-Mitglied, Vorsitzender des Gesamtpersonalrates der Stadt Köln
    Roger Bähr, Düsseldorf, Mitglied im ver.di-Bezirksvorstand Düsseldorf
    Gundula Lasch, lic.rer.publ.+freie journalistin, Leipzig
    Sonja Schmitz-Harwardt, Naturheilpraxis "Alles in Balance", Heilpraktikerin, Velbert
    Rosi Haus, ver.di-Bezirk Frankfurt am Main und Region, Bezirksgeschäftsführerin
    Hanna Eggerath, Erkrath
    Torsten Maurer, Köln
    Klaus Merzenich, Köln
    Bianca Schoellgen, Düsseldorf
    Wilfried Matzke – Betriebsrat - Telekom Deutschland GmbH - VSD Region West, Düsseldorf
    Erich Sczepanski - Mitglied Gewerkschaftsrat ver.di
    Birner, Heinrich, Geschäftsführer/innen der bayerischen Bezirke - Landesfachbereichsleiter/innen in Bayern - Geschäftsführer/innen der Ballungsraumbezirke (incl. Berlin und Hamburg)
    Claudia Falk, Kreisverband DIE LINKE Bonn
    Olaf Finkbeiner, Köln
    Klaus Merzenich, Köln
    Holger Bowe, Köln
    Claudia Wörmann-Adam, ver.di, GR Mitglied, Köln
    Martin Böhmer, Leopoldstr. 21, Düsseldorf
    Tina Krause, Gewerkschaftssekretärin, FB 06 Oberfranken Ost & West
    Jan Schulze-Husmann, Bonn
    Michael van Dawen, Köln
    Holger Bowe, Köln
    Elvira Rocholl, Düsseldorf
    Guido Nowak, Diakon und Verdi-Mitglied, Pfarrei St. Katharina/Pinneberg
    Sebastian Blacharz, (VL Sprecher), LVR-Klinikum Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität
    Falk Mikosch, Düsseldorf, verdi-bub
    Ina Oberländer, Düsseldorf

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