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    Weiterhin massiver Abbau im Grünflächenbereich geplant

    Weiterhin massiver Abbau im Grünflächenbereich geplant

    PRESSEDIENST Düsseldorf - Düsseldorf, den 09.05.2017

    An die VertreterInnen der Düsseldorfer Medien

    Weiterhin massiver Abbau im Grünflächenbereich geplant

    Nach den Pflanzringen folgen Freizeitanlagen

    Im Rahmen der Einsparungen im Personalbereich der Stadtverwaltung werden weitere Ideen publik. Neben den bereits bekannten Maßnahmen im Bereich der Grünflächen, wie z.B. die Vergabe von Aufgaben an die ZWD, scheint jetzt auch geplant zu sein, die Bewirtschaftung der Freizeitanlagen durch die Stadt aufzugeben.

    Das trifft die „Soziale Stadt" Düsseldorf gleich doppelt. Auf der einen Seite werden Beschäftigungsverhältnisse in den unteren Entgeltgruppen aufgegeben und gleichzeitig über die Zukunftswerkstatt Düsseldorf – ZWD - an die eigene nicht tarifgebundene städtische Tochter übertragen. Auf der anderen Seite treffen diese Sparmaßnahmen gerade die Bürgerinnen und Bürger, die sich keinen eigenen Garten leisten können, und deshalb auf die Möglichkeiten in den Freizeitanlagen angewiesen sind.

    Vollkommen unverständlich zeigt sich die Gewerkschaft ver.di gerade bei dem Thema der Verlagerung von Aufgaben auf die ZWD. „Hier werden Beschäftigungsverhältnisse bei der Stadt abgebaut und durch einen anderen Anbieter wieder eingekauft – gleichzeitig wird den Kolleginnen und Kollegen aber der Zugang zu einem Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst und damit auch im ersten Arbeitsmarkt verwehrt. Die eigentliche Aufgabe der ZWD, eine Brücke aus der Arbeitslosigkeit in den ersten Arbeitsmarkt zu bauen, wird somit in keinster Weise erfüllt", so Britta Wortmann, zuständige ver.di Sekretärin.

    Dabei hat laut ver.di gerade das Gartenamt gute Erfahrungen mit Programmen und Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter gemacht und dadurch einige neue Kolleginnen und Kollegen übernehmen können. Die werden gerade für viele angelernte Tätigkeiten auch gebraucht, damit auch da der Altersdurchschnitt gesenkt werden und das Gartenamt all seine Aufgaben erfüllen kann – statt diese auszulagern oder gar in den 2. Arbeitsmarkt zu verschieben.

    Jahrelang wurden Stellen nicht besetzt und dann letztlich gestrichen. Die Arbeitsverdichtung bei den Kolleginnen und Kollegen ist immens. Erforderlich ist hier lt. ver.di die Ausbildungszahlen weiter anzuheben, Übernahme zu sichern, um die eigenen ausgebildeten Leute auch zu langfristig bei der Stadt zu halten. Außerdem müssen auch zukünftig für angelernte Tätigkeiten Arbeitsplätze angeboten und per Einstellung besetzt werden. Sonst sieht die Gewerkschaft das Projekt „Verwaltung 2020" mit seinen Zielen ad absurdum geführt.