Tag der Arbeit

    1. Mai 2017 - Unser Tag der Arbeit in Düsseldorf

    1. Mai 2017 - Unser Tag der Arbeit in Düsseldorf

    „Wir sind viele – wir sind eins“

    Trotz Regen viele Teilnehmende und gute Stimmung beim 1. Mai in Düsseldorf!

    AfD - Der Wolf im Schafspelz
Motivwagen von Jacques Tilly beim 1. Mai 2017 in Düsseldorf Martin Wolff AfD - Der Wolf im Schafspelz

    Alle RednerInnen forderten entschlossen der rechten AfD und ihren menschen- und ausländerfeindlichen Thesen entgegen zu treten. Kirchen, Gewerkschaften, Künstler, politische Parteien, lokale Bündnisse setzen ein deutliches Zeichen für Respekt und Solidarität.
    Viel Beachtung fand der Motivwagen, den Jacques Tilly für die Kundgebung am 28. April angefertigt hatte und der in unserer Mai-Demonstration mitzog.

    Demozug, Maikundgebung und Familienfest waren trotz Regen gut besucht.

    Frank Bethke, stellvertretender ver.di Landesbezirksleiter in NRW, hob in seiner Rede besonders die Streikenden bei den Servicetöchtern der Uniklinik Düsseldorf - die ca. 700 Beschäftigten der GKD mbH und der UKM GmbH - hervor. Das Universitätsklinikum Düsseldorf hat eine Reihe von 100%igen Töchter gegründet, in denen Aufgaben für das Klinikum übernommen werden. Dazu gehören u.a. die Zentralsterilisation, die Wäscherei, Transportdienste, Security, technische Dienstleistungen, Bauplanung, Reinigungsdienst, Serviceassistenz auf den Stationen und Cafeterien. Wörtlich

    Frank Bethke
stellvertretender Landesleiter ver.di NRW
1. Mai 2017 in Düsseldorf Ulrike Reinker Frank Bethke

    „Als letztes möchte ich für ver.di die Chance nutzen, eure Aufmerksamkeit auf einen uns aktuell an der Uniklinik beschäftigenden Tarifkonflikt zu lenken. Das Universitätsklinikum Düsseldorf hat eine Reihe von 100%igen Töchter gegründet, in denen Aufgaben für das Klinikum übernommen werden. Dazu gehören u.a. die Zentralsterilisation, die Wäscherei, Transportdienste, Security, technische Dienstleistungen, Bauplanung, Reinigungsdienst, Serviceassistenz auf den Stationen und Cafeterien.

    Geringes Einkommen, befristete Arbeitsverträge, Zwangsteilzeitverträge, kein Weihnachtsgeld und keine Betriebsrente für die ca. 700 Beschäftigten der GKD mbh und der UKM GmbH bestimmen die Arbeitssituation.

    Der Verdienst reicht häufig nicht zum Leben. Zusätzliche Arbeitsverhältnisse oder Aufstocken mit staatlichen Leistungen ist die Folge. Und dies schon seit Jahren. Dies ärgert die Beschäftigten - und deswegen haben sie sich mit uns auf den Weg gemacht, an ihrer Situation im Rahmen von Tarifverhandlungen was zu ändern. Sie wollen nicht mehr einige hundert Euro weniger verdienen als ihre nicht outgesourcten Kolleg*innen und sind aktuell mit uns, nachdem die Verhandlungen kein Ergebnis hervorgebracht haben, im Streik.

    Viele von ihnen sind heute unter uns - zeigt euch mal - macht euch mal bemerkbar! Sie brauchen unsere Unterstützung und Solidarität !

    Nicht nur, weil der Arbeitgeber weiterhin nicht an einer Lösung interessiert ist - sondern weil er aktuell ein Weg einschlägt, der nur als Provokation und Affront gegenüber unseren Kolleg*innen bezeichnet werden kann.

    Wie wir berichtet bekommen, werden Leih- und Zeitarbeitnehmer als Streikbrecher eingesetzt, werden konkrete Entfristungsangebote nur an sich nicht am Streik beteiligende Kolleg*innen gemacht und Euro-Prämien für Streikbrecher gezahlt !

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! So nicht - nicht mit uns!

    Wir werden unsere Kolleg*innen in ihrem Kampf für gerechte Entlohnung unterstützen - heute hier und morgen an allen anderen sich uns bietenden Möglichkeiten. Bitte zeigt es jetzt lautstark unseren Kolleg*innen, das ihr an ihrer Seite seid!

    Und an die Politik und ihre Repräsentanten - hier geht es um einen Landesbetrieb! Unsere Forderung an die zuständige Ministerin ist durch einen offenen Brief an Frau Ministerin Schulze deutlich gemacht worden! Wir erwarten, dass sie ihren Einfluss geltend macht und mit Sorge dafür trägt, dass auch bei den Servicegesellschaften GKD und UKM der Unikliniken zukünftig faire Löhne und Gehälter sowie tariflich gesicherte Arbeitsbedingungen gelten und entsprechende Tarifverträge zum Schutz der Beschäftigten abgeschlossen werden.“

    1. Mai 2017 in Düsseldorf Klaus Schwieca 1. Mai 2017 in Düsseldorf

    Die Kolleginnen und Kollegen der Uniklinik waren stark vertreten und machten auf ihre berechtigten Forderungen mit Schildern und Plakaten aufmerksam.

    Ebenso ging er auf das Thema „Sonntagsarbeitsverbot - verkaufsoffene Sonntage“ein. In Richtung von Oberbürgermeister Thomas Geisel sagte er, es sei „keine Streithanselei“ - sondern Vertretung von Interessen unserer Mitglieder wie auch Mitarbeit an Lösungen, die wir dem aktuellen Rechtsrahmen aus Verfassung und Rechtsprechung gerecht werden.

    Mit besondere Anerkennung ging Frank Bethke auf die Leistungen des ver.di Bezirks Düsseldorf beim dem wichtigen Thema Befristungen ein.
    "Der ver.di Bezirk Düsseldorf hat dem Thema einen besonderen Stellenwert zugeschrieben. Vor Ort wurden in Betrieben und Dienststellen beachtliche Erfolge bei der Abschaffung von sachgrundloser Befristung und Eingrenzung von Befristungen erzielt. Dass der Kampf gegen Befristungen auf landes- und bundespolitisch aufgenommen wurde, ist der Verdienst der ver.di Kolleginnen und Kollegen im Bezirk Düsseldorf. Dafür meine Anerkennung und unser Dank!“

    Jakob Augstein
1. Mai 2017 in Düsseldorf Ulrike Reinker Jakob Augstein

    Und hier die kritische Mai-Rede von Jakob Augstein, Verleger und Publizist, die er auch auf seiner Facebookseite veröffentlicht hat:

     
     

    1. Mai 2017 - Logo
    Foto/Grafik: DGB
    Motivplakat Soziale Gerechtigkeit
DGB 1. Mai 2017
    Foto/Grafik: DGB
    Motivplakat Integration
DGB 1. Mai 2017
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    Motivplakat Rente
DGB 1. Mai 2017
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