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    Offener Brief an Ministerin Schulze zur Tarifauseinandersetzung …

    Offener Brief an Ministerin Schulze zur Tarifauseinandersetzung für die Servicegesellschaften der Uni-Klink Düsseldorf übergeben

    Übergabe des offenen Briefes an Ministerin Schulze durch unsere Gewerkschaftssekretärin Herma Janßen ver.di Übergabe des offenen Briefes durch unsere Gewerkschaftssekretärin Herma Janßen

    Am 24. April 2017 wurde der Ministerin Svenja Schulze (Wissenschaftsministerium NRW), im Rahmen einer Grundsteinlegung im Universitätsklinikum Düsseldorf, ein offener Brief der ver.di-Betriebsgruppe am Uniklinikum Düsseldorf übergeben.

    Inhalt des Briefes ist der Aufruf an die Ministerin dafür Sorge zu tragen, dass auch bei den Servicegesellschaften der Universitätskliniken Tarifverträge zum Schutz der Beschäftigten abgeschlossen werden.

    Die Arbeitgeberseite hat am 19. April 2017 die Gespräche über die Einführung von Tarifverträgen in diesem Bereich abgelehnt.

    Offener Brief

    Düsseldorf, den 24.04.2017

    Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze,

    das Universitätsklinikum Düsseldorf hat eine Reihe von 100%igen Töchter gegründet, in denen Aufgaben für das Klinikum übernommen werden. Dazu gehören u.a. die Zentralsterilisation, die Wäscherei, Transportdienste, Security, technische Dienstleistungen, Bauplanung, Reinigungsdienst, Serviceassistenz auf den Stationen und Cafeterien.

    Geringes Einkommen, befristete Arbeitsverträge, Zwangsteilzeitverträge, kein Weihnachtsgeld und keine Betriebs­rente für die ca. 700 Beschäftigten der GKD mbh  und der UKM GmbH bestimmen die Arbeitssituation. Der Verdienst reicht häufig nicht zum Leben. Zusätzliche Arbeitsverhältnisse oder Aufstocken mit staatlichen Leistungen ist die Folge. Und dies schon seit Jahren. Dies ärgert viele Beschäftigte. Jetzt ist es an der Zeit daran etwas zu ändern.

    Wir, Beschäftigte der GKD und der UKM haben uns daher in der Gewerkschaft ver.di organisiert. ver.di hat die Geschäftsführer von GKD und UKM zu Tarifverhandlungen aufgefordert, um auch für diese Gesellschaften den Tarifvertrag der Länder TV-L und die betriebliche Altersversorgung zu vereinbaren.

    Erst nach zwei Warnstreiks im März und April 2017 konnte ein erstes Gespräch mit den Geschäftsführern verabredet werden. Dieses fand am 19.04.2017 mit der ver.di -Verhand­lungskommission statt. Die Geschäftsführer lehnten aber kategorisch die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab. Sie waren nicht bereit in ernsthafte Gespräche zum Abschluss eines Tarifvertrages einzutreten.

    Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag „Gute Arbeit“ zu einem ihrer Ziele erklärt. Mit den Universitäten konnten Vereinbarungen hierzu getroffen werden. Für die Universitäten und die Universitätskliniken wurde bei deren Verselbstständigung die Geltung des Tarifvertrages der Länder zugesagt.

    Auch wir, die Beschäftigten der Servicegesellschaften GKD und UKM wollen faire Löhne und Gehälter, tariflich gesicherte Arbeitsbedingungen.

    Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze,

    wir bitten Sie daher als zuständige Ministerin für die Universitätskliniken dafür Sorge zu tragen, dass auch bei den Servicegesellschaften der Universitätskliniken Tarifverträge zum Schutz der Beschäftigten abgeschlossen werden .

    Wir zählen auf Sie! - Tarifvertrag jetzt!

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