Handel

    ver.di Aktion für die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge …

    ver.di Aktion für die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Handel

    ver.di Kampagne kam nach Düsseldorf

    „Einer für Alle – Tarifverträge, die für Alle gelten!“ so lautete die Überschrift der ver.di-Aktion am Samstag, den 22. April in Düsseldorf.

    AVE-Aktion am 22.04.2017 in Düsseldorf Ina Oberländer AVE-Aktion am 22.04.2017 in Düsseldorf

    Mit der Aktion am Düsseldorfer Heinrich-Heine-Platz machte ver.di auf die startende Tarifrunde des Handels 2017 aufmerksam. ver.di fordert in der anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten des Einzelhandels 1,- € mehr pro Stunde und dass die Arbeitgeber die AVE (Allgemeinverbindlichkeitserklärung) der Tarifverträge des Einzelhandels beim Ministerium beantragen. AVE heißt, dass ein Tarifvertrag für eine komplette Branche und alle Beschäftigten gilt.

    Damit soll die Flucht aus dem Flächentarifvertrag unterbunden werden und das damit verbundene Lohndumping auf dem Rücken der Beschäftigten.

    In diesem Monat veranstaltet ver.di Aktionen in elf Städten in NRW, um die Bevölkerung über die Notwendigkeit der AVE zu informieren und um Unterstützung für diese Forderung zu gewinnen.

    AVE-Aktion am 22.04.2017 in Düsseldorf Ina Oberländer AVE-Aktion am 22.04.2017 in Düsseldorf

    Der Handel ist durch einen massiven Verdrängungswettbewerb geprägt. Die Verkaufsflächen haben trotz einiger namhafter Insolvenzen immer weiter zugenommen. Öffnungszeiten sind immer weiter ausgedehnt worden, um der Konkurrenz Marktanteile abspenstig zu machen. In diesem Wettbewerb können nur die großen Ketten überleben und die Kleinen bleiben auf der Strecke. Damit zumindest bei den Löhnen und Gehältern für alle Marktteilnehmer die gleichen Regeln gelten und der Wettbewerb nicht auch auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird, fordert ver.di die AVE.

    Für die in Düsseldorf zuständige Gewerkschaftssekretärin für den Handel, Ina Oberländer, sind jetzt Taten angesagt: „Um Tarifflucht und Lohndumping zu bekämpfen, fordern wir die Arbeitgeber, aber auch die Politik auf, endlich wieder allgemeinverbindliche Tarifverträge möglich zu machen.“

    Dabei geht es ihr vor allem darum, dass die Beschäftigten im Handel existenzsichernde Einkommen haben: „Lohn und Gehalt der Beschäftigten der Branche reichen oft vorne und hinten nicht aus, weil die Bezahlung vor allem in den vielen tariflich ungebundenen Betrieben bis an die Armutsgrenze gerückt ist“.

    ver.di wird das Thema Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge auch in den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen immer wieder auf die Agenda setzen und von den Kandidatinnen und Kandidaten in Düsseldorf klare Bekenntnisse für die AVE einfordern.